Ovotest

Verhütung

 

Zur Schwangerschaftsverhütung gibt es eine Vielzahl von Methoden.

Unsicher sind der Koitus interruptus (Abbruch des Geschlechtsverkehrs vor dem Samenerguss des Mannes), Verlass auf „sichere“ Tage mit oder ohne zusätzliche Temperaturmessung, Zykluscomputer oder nur anhand eines Ovulationstests. Ebenso bieten Schaumovula für die Frau keine ausreichende Sicherheit. Sie enthalten zwar Wirkstoffe, die Spermien abtöten oder ihre Bewegung hemmen, können aber ohne Zusatzmaßnahmen nicht 100%ig eine Befruchtung verhindern.

Relativ sicher sind Kondome. Sie schützen auch zuverlässig vor der Übertragung von Geschlechtskrankheiten, Hepatitis B und AIDS beim vaginalen Geschlechtsverkehr. Schaumovula können ihre Wirksamkeit durch chemische Reaktionen der Wirk- oder Trägerstoffe oder mit dem Latex des Kondoms beeinträchtigen. Kondome dürfen nicht mehrfach verwendet werden. Auch wenn kein Samenerguss stattfand sind durch das erste Überstreifen feinste Löcher, durch die Spermien austreten können, nicht vermeidbar.

Pessare werden in die Scheide eingeführt und verschließen den Muttermund. Ihr sachgerechtes „Anbringen“ erfordert kundige Anleitung und etwas Übung. Sie können zusammen mit Kondomen beim Mann zur Erhöhung der Sicherheit verwendet werden.

Die Spirale ist eine kupferbeschichtete Kunststoffvorrichtung, die im Muttermund platziert wird und mechanisch ein Eindringen von Spermien verhindert, sowie durch die Abgabe von Kupferionen die Spermien abtötet. Es gibt auch hormonabgebende Varianten. Spiralen müssen vom Frauenarzt eingesetzt und regelmäßig ausgetauscht werden.

Eine sehr sichere Methode zur Vermeidung des Schwangerwerdens ist die hormonelle Verhütung. Mit Hilfe einzelner oder kombinierter Hormone wird ein Eisprung verhindert bzw. der Schleim im Gebärmutterhals so verändert, dass die Spermien ihn nicht durchdringen können. Es gibt verschiedene Formen der hormonellen Verhütung, die jeweils an die besonderen individuellen Gegebenheiten bei der Frau angepasst werden können. Neben Tabletten stehen auch Pflaster, Spritzen, Implantate oder Spiralen zur Verfügung.

Die „Pille für den Mann“ existiert bislang nur im Versuchsstadium.

Eine Sterilisation der Frau ist mittels Durchtrennung der Eileiter möglich. Der Eingriff kann unter Vollnarkose oder örtlicher Betäubung bzw. Periduralanästhesie ambulant erfolgen. Der Zyklus und die normale Hormonproduktion verändern sich dadurch nicht. Eine Entfernung der Eierstöcke und/oder der Gebärmutter wird nie alleine zur Empfängnisverhütung vorgenommen, hat aber diesen Effekt. Rückgängig machen lässt sich eine Sterilisation normalerweise nicht.

Bei Männern werden zur Sterilisation die Samenleiter durchtrennt. Auch dieser Eingriff kann ambulant unter Teil- oder Vollnarkose erfolgen und beeinflusst den Hormonstatus nicht. Es ist ebenfalls normalerweise unumkehrbar.