Verhütung

Zur Empfängnisverhütung gibt es eine Vielzahl von Methoden.

Zu den unsicheren Methoden zählen Koitus interruptus (Abbruch des Geschlechtsverkehrs vor dem Samenerguss des Mannes), Verlass auf „sichere“ Tage mit oder ohne zusätzliche Temperaturmessung, Zykluscomputer, Schaumovula oder anhand eines Ovulationstests. Kondome schützen relativ sicher vor einer Schwangerschaft, aber auch zuverlässig vor der Übertragung von Geschlechtskrankheiten, Hepatitis B und AIDS. Kondome dürfen, auch wenn kein Samenerguss stattfand, nicht mehrfach verwendet werden.

Pessare werden in die Scheide eingeführt und verschließen den Muttermund. Ihr sachgerechtes Einsetzen erfordert kundige Anleitung und etwas Übung. Sie können zusammen mit Kondomen beim Mann zur Erhöhung der Sicherheit verwendet werden.

Die Spirale ist eine kupferbeschichtete Kunststoffvorrichtung, die vom Frauenarzt eingesetzt und regelmäßig alle 5 Jahre ausgetauscht werden muss. Sie wird in die Gebärmutter eingesetzt und verhindert entweder mechanisch, hormonell oder durch Abtöten der Spermien über Abgabe von Kupferionen ein Eindringen von Spermien.

Die hormonelle Verhütung ist eine sehr sichere Methode, da mithilfe einzelner oder kombinierter Hormone ein Eisprung verhindert bzw. der Schleim im Gebärmutterhals so verändert wird, dass die Spermien ihn nicht durchdringen können. Verschiedene Formen der hormonellen Verhütung, wie Tabletten, Pflaster, Spritzen, Implantate oder Spiralen können jeweils an die besonderen individuellen Gegebenheiten bei der Frau angepasst werden. Die „Pille für den Mann“ existiert bislang nur im Versuchsstadium.

Durch die Sterilisation der Frau mittels Durchtrennung der Eileiter verändern sich  Zyklus und normale Hormonproduktion nicht. Rückgängig machen lässt sich eine Sterilisation normalerweise nicht. Bei der Sterilisation eines Mannes werden die Samenleiter durchtrennt, der Hormonstatus bleibt dadurch ebenfalls unbeeinflusst. Jedoch ist auch dieser Eingriff normalerweise unwiderruflich.